Anger Architektur Personen Universitäten
Universitäten
| 12. Jh. |
Bologna, Salerno und Padua, danach Paris |
| 13. Jh. |
Oxford und Cambridge |
| 14. Jh. |
Prag 1348,
Krakau 1364 (König von Polen),
Wien 1365 (Herzog von Österreich),
Pecs 1337 (König von Ungarn),
Heidelberg 1385,
Köln 1388,
Erfurt 1392 |
| 15. Jh. |
Leipzig 1409, Rostock 1419 (Tochtergründung von Erfurt), Greifswald 1456, Trier und Ingolstadt 1472, Mainz und Tübingen 1477 |
| 16. Jh. |
Wittenberg 1502, Franfurt/Oder 1505, Marburg 1527, Jena 1548 |
| 1378-1392 |
Gründung der Uni durch den Rat der Stadt, Ersucht um die Privilegien zur Gründung einer Uni an den Papst in Avignon, obwohl Erfurt keine freie Reichsstadt, sondern eine formell dem Erzbischof in Mainz unterstehende Landstadt war. |
| 1378 |
1378 erstellt Papst Clemens VII die begehrte Bulle. |
| 1378-1417 |
Das Privileg war bald wertlos. Seit 1378 (1378-1417) befand sich die abendländische Kirche im Großen Schisma, d.h während in Rom Pabst Urban VI: residierte, hielt Papst Clemens VII. in Avignon Hof. |
| 4. Mai 1389 |
Am 4. Mai 1389 stellte Papst Urban VI die Gründungsurkunde für die Erfurter Universität aus. Sie beinhaltete die Erlaubnis eines "Studium generale", das die Fakultäten der Theologie, des kanonischen und zivilen Rechts, der Medizin, und der Philosophie umfasst. Zweiter Rektor (ein Semester) war Amplonius Ratingk de Bercka. Antipäbstliche Einstellung: Theologie und Philosophie fühlten sich "Via moderna" verpflichtet. |
| Sieben freien Künste |
Die Grundlage des Studiums bildeten die sieben freien Künste, die an der Artistenfakultät gelehrt wurden, für die die spätere philosophische Fakultät üblich wurde. Auf ihr bauten die Theologie, der Jurisprudenz und der Medizin auf. |
| Trivium |
Grammatik, Rhetorik, Dialektik |
| Quadrivium |
Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik |
| Hochschulleitung |
Die höchste Stelle in der Hierarchie der Universität nahm der Rektor ein. Die Aufsicht über die Universität führte der Kanzler, in Erfurt seit 1396 der Erzbischof von Mainz, der sich von einem Pro- bzw. Vizekanzler vertreten ließ. Sämtliche Rechte und Pflichten der Universitätsangehörigen waren in Statuten festgelegt. In Erfurt nahm man die Prager zum Vorbild und entschied sich für die Gliederung der Uni nach Fakultäten (ansonsten Nationen). Die Erfurter Alma Mater wurde somit Vorbild für Rostock (1419). |
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